Ein gemeinsamer Rahmen. Erfahrung vor Ort.
Jedes Stadion hat eigene Bedingungen und ein eigenes Platzpflegeteam. Eine Liga braucht einen Überblick über diese Unterschiede innerhalb eines gemeinsamen Qualitätsrahmens. Die DFL verfügt bereits über etablierte Methoden zur Bewertung von Stadionrasen.
Ein gemeinsamer Standard beginnt mit einem gemeinsamen Verständnis der Oberfläche. Eine Messung braucht einen Ort, ein Datum und eine Methode, damit sie erklärt, warum sich Bereiche eines Platzes unterschiedlich verhalten. Das Platzpflegeteam liefert das lokale Wissen zu diesen Werten.
Der DFL-Bericht „Stadioninnovationen 2022–23“ dokumentierte bereits die Arbeit von turfcoach mit RB Leipzig. Diese frühere Entwicklung bildet den Hintergrund für den ligaweiten Blick.
Messungen leichter teilen.
turfcoach kommt als Werkzeug für die DFL in den 36 Stadien der Bundesliga und 2. Bundesliga zum Einsatz. Raseninformationen in einem gemeinsamen System unterstützen die Kommunikation zwischen Platzpflegeteams, Stadionmanagement und Liga.
Der praktische Ausgangspunkt ist eine Platzdokumentation, auf die alle Beteiligten zurückkommen können. In turfcoach lassen sich Messungen auf einer Karte betrachten und im Verlauf verfolgen. Ein Bericht bringt diese Informationen ins Gespräch, ohne dass alle die zugrunde liegenden Einträge durchgehen müssen.
Ein Beispiel ist die Härtemessung. Der Mittelwert beschreibt den gesamten Platz, die Karte zeigt Unterschiede zwischen einzelnen Messpunkten. Beides zusammen ermöglicht eine sinnvollere Frage als die, ob eine einzelne Zahl gut oder schlecht ist.
Das Platzpflegeteam bleibt im Mittelpunkt.
Ein Messwert wird aussagekräftiger, wenn Datum, Ort und Pflegehistorie dazukommen. Dabei unterstützt die Software: Sie macht Daten leichter nachvollziehbar, während die Menschen, die den Platz kennen, den Kontext liefern.
Für die Liga liegt der Nutzen in der Kontinuität: Ein Gespräch über Rasenqualität kann sich auf dieselbe Dokumentation beziehen. Das Stadionteam kann erklären, was sich verändert hat, und den Messwert neben die zuvor geleistete Arbeit stellen.
So wird ein gemeinsamer Rahmen im Arbeitsalltag nützlich. Die Software hält Informationen zusammen; die Fachleute interpretieren sie unter den ihnen vertrauten Bedingungen. Ligaweiter Überblick und lokale Einschätzung erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die Dokumentation verbindet sie.